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Nutzfahrzeughersteller treiben mit der „Vision 20-20“ Verbrauchsminderung und Umweltschutz voran
Hannover, 23/09/2008 - Die europäischen Nutzfahrzeughersteller, führend in Sachen Kraftstoffverbrauch, machen sich für noch mehr Verbrauchseffizienz stark. Sie wollen damit einen weiteren Beitrag zu weltweit nachhaltiger Mobilität leisten.
Daimler, DAF, Iveco, MAN, Scania, Volkswagen und Volvo Group haben ihre Vision in einer gemeinsamen Pressekonferenz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung Nutzfahrzeuge in Hannover erläutert. Sie betonten, es sei eine gemeinschaftliche Aufgabe, den Transport der Zukunft zu gestalten.
Vision 20-20
“Um unsere Entschlossenheit zu unterstreichen, steht die gesamte Nutzfahrzeugindustrie hinter der „Vision 20-20“, sagte Andreas Renschler, Vorsitzender des Nutzfahrzeuggremiums des Europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA) und Vorstandsmitglied der Daimler AG.

von links nach rechts: Anton Weinmann, MAN;
Paolo Monferino, IVECO; Sigrid de Vries, ACEA;
Andreas Renschler, DAIMLER; Leif Oestling, SCANIA;
Stephan Schaller, VOLSWAGEN; Stefano Chmielewski, VOLVO
“Unser direkter Beitrag ist, dass wir den Verbrauch moderner Lkw weiter senken werden, und zwar um durchschnittlich 20 Prozent pro Tonnenkilometer bis 2020 (1). Darüber hinaus wird unsere Industrie aktiv an der Ausarbeitung eines Ansatzes mitwirken, der einen Ausgleich zwischen Mobilität und Umweltschutz schafft, in Zusammenarbeit mit Politikern, der Ölindustrie, Flottenbetreibern und nicht zuletzt den Fahrern selbst.“
Die ehrgeizige Strategie der Hersteller fügt sich in das kürzlich von der EU festgelegte Ziel ein, die gesamten Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Der Frachtverkehr kann zu diesem Ziel mit einem integrierten Ansatz beitragen, der unter anderem alternative Kraftstoffe, effizienteren Transport, bessere Infrastruktur und unterstützende politische Maßnahmen umfasst.
Güterverkehr ermöglicht Wachstum
Der Güterverkehr ist das Rückgrat der globalen Wirtschaft. In den Industrieländern werden fast 80 Prozent aller Güter per Lkw transportiert. Statistisch gesehen liefern Lkw jeden Tag 70 kg Waren an jeden Bürger Europas. Nutzfahrzeuge schaffen auch Arbeitsplätze und sind Wachstumsmotor in vielen anderen Branchen weltweit.
Renschler: “Für unseren Planeten stellt diese Entwicklung jedoch auch eine große Herausforderung dar – angefangen bei der Verkehrsbelastung über hohe Energiepreise bis hin zur globalen Erwärmung. Es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Lkw und Busse von morgen unserer Gesellschaft mit möglichst geringen Auswirkungen auf unsere Umwelt dienen.”
Moderne Lkw, Transporter und Busse sind schon jetzt führend in Sachen Sicherheit, Effizienz und Umweltfreundlichkeit. Stickoxid- und Partikelausstoß sind seit Ende der achtziger Jahre um 85 bzw. 95 Prozent verringert worden. Die Nutzfahrzeugindustrie hat den Kraftstoffverbrauch ihrer Produkte seit den siebziger Jahren um mehr als ein Drittel gesenkt.
Weitere Fortschritte werden mit verbesserten Verbrennungsmotoren, Hybridantrieben für Lkw und Busse, weiteren innovativen Antrieben und der Nutzung alternativer Kraftstoffe erreicht werden. Eine zusätzliche Verbrauchsminderung um 20% wird den vollen Einsatz von Ingenieuren und Management fordern.
Gemeinsam für mehr Effizienz
Die Entwicklung technischer Lösungen allein reicht jedoch nicht aus, um alle verkehrsbedingten Probleme weltweit anzugehen. Auch die Politik, die Ölindustrie, Flottenbetreiber und nicht zuletzt die Fahrer müssen ihren Teil beisteuern, um nachhaltige Mobilität zu gestalten.

Der wichtigste Faktor um nachhaltigen Transport zu fördern ist politische Unterstützung. Renschler: “Wir brauchen die Regierungen als Verbündete um die Annahme neuer Technologien zu verbessern, Engpässe in der Infrastruktur anzugehen, Transporteffizienz zu verbessern und Vorschriften und Testzyklen zu vereinheitlichen.”
Renschler: “Unsere Botschaft ist: Wir können nicht auf Lkw, Transporter und Busse verzichten, aber wir können ohne Emissionen auskommen. Die IAA 2008 ist der Beweis, dass unsere Industrie mehr als bereit ist, ihren Beitrag zu leisten. Wir möchten alle unsere Kollegen und alle anderen Interessierten einladen, sich zusammen mit uns für einen integrierten Ansatz einzusetzen.”
Die ACEA Mitglieder im Bereich Nutzfahrzeuge sind Daimler, DAF, Iveco, MAN, Scania AB, Volkswagen und AB Volvo. Die Nutzfahrzeugindustrie spielt eine Schlüsselrolle für die europäische Wirtschaft. Sie produziert jährlich 2,6 Millionen Nutzfahrzeuge und erreicht einen Jahresumsatz von 70 Milliarden Euro. Eine viertel Millionen Fachkräfte sind in der Nutzfahrzeugherstellung beschäftigt. Zusätzliche dreiviertel Millionen Stellen in Europa hängen von der Industrie ab. Dazu gehören Zulieferer, Vertrieb, Händler und Kundendienstleister. Weitere 2,6 Millionen Beschäftigte im Speditionshandel, der jährlich 250 Milliarden Euro umsetzt, vervollständigen das Bild.
(1) Verglichen mit dem Jahr 2005, in dem die neueste Fahrzeuggeneration (Euro V) auf den Markt gekommen ist.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Sigrid de Vries, Pressesprecherin ACEA, unter +32 485 88 66 47 oder unter .(JavaScript must be enabled to view this email address). Bitte besuchen Sie auch unsere Website http://www.acea.be
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